Selbstzerstörende Nachrichten verschicken
Schreibe deine Nachricht, erhalte einen Einmal-Link und verschicke ihn. Sobald der Empfänger ihn geöffnet hat, ist der Inhalt vom Server verschwunden. Ohne Anmeldung, ohne App, kostenlos.
Jetzt Notiz erstellenWas ist eine selbstzerstörende Nachricht?
Eine selbstzerstörende Nachricht wird nicht direkt verschickt. Stattdessen hinterlegst du ihren Inhalt verschlüsselt und bekommst dafür einen Link, der genau einmal funktioniert. Diesen Link schickst du auf einem beliebigen Weg weiter - per E-Mail, per Chat, per SMS. Ruft der Empfänger ihn auf, sieht er den Inhalt ein einziges Mal; danach wird er gelöscht. Ein zweiter Aufruf zeigt nur noch eine leere Seite.
Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Nachricht liegt darin, was nach dem Lesen übrig bleibt. Eine E-Mail mit einem Passwort steht anschließend in deinem Postausgang, im Posteingang des Empfängers, auf dem Mailserver und in jedem Backup, das seitdem angelegt wurde. Wird eines dieser Systeme Jahre später kompromittiert, ist das Passwort mit betroffen. Beim Einmal-Link bleibt dagegen nur ein Link zurück, der ins Leere führt.
Was die Funktion kann
Löscht sich nach dem Lesen
Der Inhalt verschwindet beim ersten Abruf endgültig vom Server.
Im Browser verschlüsselt
Die Verschlüsselung passiert bei dir, bevor Daten übertragen werden.
Auch als Sprachnachricht
Direkt im Browser aufnehmen und selbstzerstörend versenden.
Dateien bis 50 MB
Dokumente und Bilder anhängen, optional nur zur Ansicht.
Zusätzliches Passwort
Auf Wunsch schützt ein zweites Geheimnis den Abruf.
Ablauf nach Zeit
Wahlweise nach Aufrufen oder nach einer festen Frist.
In drei Schritten
Nachricht schreiben
Text eintippen, optional eine Datei anhängen oder eine Sprachnachricht aufnehmen. Wenn du möchtest, legst du zusätzlich ein Passwort fest.
Link erhalten
Dein Browser verschlüsselt den Inhalt und du bekommst den Einmal-Link, wahlweise auch als QR-Code. Dazu einen privaten Verwaltungslink nur für dich.
Link weitergeben
Der Empfänger öffnet ihn, liest den Inhalt - und damit ist die Notiz vom Server verschwunden. Du siehst über den Verwaltungslink, dass sie gelesen wurde.
Wofür man das braucht
Zugangsdaten an Kollegen übergeben
Ein Passwort in einer E-Mail bleibt in zwei Postfächern, auf dem Mailserver und in jedem Backup liegen - oft jahrelang. Über einen Einmal-Link ist es nach dem Abruf weg.
WLAN-Zugang an Gäste weitergeben
Statt das Passwort in einen Gruppenchat zu schreiben, in dem es dauerhaft mitläuft, verschickst du einen Link, der sich nach dem Öffnen auflöst.
Vertrauliche Unterlagen einmalig zeigen
Anhänge lassen sich so einstellen, dass der Empfänger sie ansehen, aber nicht herunterladen kann - sinnvoll für Dokumente, die nicht in Umlauf geraten sollen.
Hinweise ohne Spur übermitteln
Wer eine Information weitergeben will, ohne dass sie in einem Verlauf stehen bleibt, braucht weder Konto noch App.
Einmal-Link, E-Mail oder Messenger?
| Eigenschaft | Einmal-Link | Messenger | |
|---|---|---|---|
| Inhalt verschwindet nach dem Lesen | |||
| Kein Konto nötig | |||
| Anbieter kann nicht mitlesen | |||
| Bleibt nicht in Backups liegen | |||
| Lesebestätigung für den Absender |
Ein gut verschlüsselter Messenger schützt die Übertragung zuverlässig - der Inhalt bleibt aber im Verlauf beider Geräte stehen. Genau diese Lücke schließt ein Einmal-Link: Er ist kein Ersatz für einen Messenger, sondern das Mittel der Wahl für Dinge, die nach dem Lesen nirgends mehr stehen sollen.
Wie die Verschlüsselung funktioniert
Der Schlüssel entsteht in deinem Browser und wird an den Link angehängt, und zwar hinter dem Rautezeichen. Dieser Teil einer Adresse wird von Browsern grundsätzlich nicht an den Server übertragen - er verlässt dein Gerät nicht. Auf dem Server liegt daher nur ein verschlüsselter Datenblock ohne den dazugehörigen Schlüssel.
Daraus folgt eine ehrliche Einschränkung, die man kennen sollte: Wer den Link besitzt, besitzt auch den Schlüssel. Die Sicherheit dieses Verfahrens hängt also daran, dass der Link nur beim gewünschten Empfänger ankommt. Wer zusätzlich absichern will, vergibt beim Erstellen ein Passwort und teilt es auf einem anderen Weg mit - dann genügt das Abfangen des Links allein nicht mehr.
Mehr zum Hintergrund steht in unserem Leitfaden warum Passwörter nicht per E-Mail verschickt werden sollten und in der Übersicht zu flüchtigen Chats.